Erörterungstermin zum Dyckerhoff Änderungsvorhaben „Erhöhung der Einsatzraten für Sekundärbrennstoffe und neue Eingangswerte für Eisenoxidträger“

Im Dyckerhoff Zementwerk Lengerich betreiben wir zwei Drehofenanlagen zum Herstellen von Zementklinker. Die notwendige Wärmeenergie für das Klinkerbrennen wird durch Braunkohle aus dem Kölner Revier erzeugt. Seit zehn Jahren ersetzen wir die Braunkohle zunehmend durch sogenannte Sekundärbrennstoffe, wie Fluff (d. h. Kunststoffreste aus Produktion und Grünem Punkt) und Lösemittel, sowie seit 2015 Klärschlamm.

Während bei der kleineren Drehofenanlage die genehmigte Sekundärbrennstoff-Einsatzrate 60 % des Energiebedarfs beträgt, werden bei der größeren bis zu 75 % Sekundärbrennstoffe eingesetzt. Das Werk Lengerich möchte die Einsatzraten für beide Drehöfen nun auf max. 100 % steigern. Im Rahmen des Vorhabens sollen nicht nur die bestehende Fluff-Lageranlage erweitert, sondern auch umfangreiche Investitionen für den Immissionsschutz getätigt werden. So sollen beispielsweise die beiden großen Ofenfilter von Elektro- auf Tuch-Filter umgerüstet werden. Beantragt werden sollen weiterhin neue Eingangswerte für den Eisenoxidträger, der für die Produktion des Tiefbohrzementes ein notwendiger Zuschlagstoff ist. Der Erörterungstermin zu diesem Vorhaben beginnt am Montag, den 8. Mai 2017 in der Gempthalle in Lengerich. Erörtert wird an allen Tagen von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr (Eintritt ab 09:30 Uhr). Der Termin ist öffentlich. Einwender/-innen, ihre Bevollmächtigten und alle, die bis zum 18.04.2017 schriftliche Beiträge bzw. Stellungnahmen abgegeben haben, haben Gelegenheit, das geplante Vorhaben und seine Auswirkungen sachlich mit den Dyckerhoff Teilnehmern zu erörtern. Weitere Einzelheiten zum Ablauf entnehmen Sie bitte der Informationsbroschüre der Bezirksregierung Münster.

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Bezirksregierung Münster